Hoffnung

Die Bibel ist voller Ermahnungen, unser Denken auf die himmlischen Dinge und nicht auf die Probleme der Welt zu richten. Wir sollen nach den reinen, lieblichen, rechtschaffenen und guten Dingen streben – das bezieht sich auch auf unser Denken und Reden über die Menschen um uns herum und unsere Beziehungen.

 

Wie sieht das in unserer täglichen Erfahrung aus? Und wie kann dies unsere Art zu sehen, zu denken, reden und handeln gegenüber dem Nächsten verwandeln?

 

Die Art, wie wir andere sehen, spiegelt oft wider, wie wir uns selber sehen.

 

Das Maß, in dem wir andere akzeptieren zeigt unsere Selbst-Annahme in Christus. Wenn wir uns gegenüber der Freiheit, der Gnade und der bedingungslosen Liebe Gottes persönlich nicht öffnen, dann können wir diese Qualitäten auch nicht in unseren Beziehungen finden.

 

Im 2Kor.3,16-18 lesen wir, dass durch Christus der Vorhang weggenommen ist und wir in der Lage sind, ihn zu erkennen. Wir werden in sein Bild verwandelt, so dass Christus in uns für die Welt sichtbar wird.

 

Wenn wir erkannt haben und glauben, wer wir in und für Jesus sind, können wir auch das Beste in den Mitmenschen sehen. 

 

In dem Maß, wie wir unsere erste Quelle in Gott haben und Er uns erneuern darf, wenn wir erkannt haben, wie sehr Gott an uns glaubt und uns täglich mit Güte begegnet, wenn er uns mit seiner Fülle segnet, dann haben wir mehr als genug und können diese Güte weitergeben.

 

Anstatt unter der Last der Nächstenliebe zu leiden, wird unsere tägliche Erneuerung durch den Heiligen Geist zur Kraftquelle – egal, was und wie andere Menschen über uns reden und reagieren. Im Gegenteil werden wir entdecken, dass die Liebe und Annahme, die wir austeilen sich erneuert, vermehrt und geistliche Frucht bringt.

 

Drei praktische Schritte dazu:

 

1. Lies die Bibel und erkenne, wie sehr Gott dein „Erstes“, dein „Ein und Alles“ und dein „Genug“ sein will.

 

Lass dein Tun und Bemühen ruhen und beginne mit dem Empfangen. Lies 1Kor.13,7-8, Röm.12,10-12, Phil.4,8 und Luk.6,31 mit einer inneren Erwartung, was Gott in dir schaffen wird - anstelle von eigenem Leistungsdruck.

 

2. Bitte den Heiligen Geist um die Fähigkeit, andere mit seinen Augen zu sehen.

 

Betrachte deine Nächsten aus Gottes Perspektive und bedenke, was er aus diesem Blickwinkel sagen würde. Vielleicht sind die schwierigen Momente in Beziehungen gerade Gottes Möglichkeit, seine Perspektive zu üben.

 

3. Festige die Hoffnung.

 

Wenn wir das Beste von anderen denken, ignorieren wir nicht ihre Schwächen, aber wir anerkennen, dass die meisten Menschen auf ihrem Weg nach dem besseren streben, nach mehr als sie momentan sind. Und Gott ist ein Gott der Hoffnung! (Röm.15,13)

 

 

 

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